1950
Zum Zweck der Förderung der Jungfahrer veranstaltete der Zentralverband vom 23. - 29. Juli in Bremgarten ein Jugendlager. An diesem beteiligten sich 6 Jungfahrer unseres Vereins. Als Instruktor wurde das Aktivmitglied Hans Leuthardt aufgeboten. Am Kurs für Leiter der Jungfahrer in Brugg nahm der 3. Fahrchef Fritz Rufer teil.
Nachdem der schon längt geplante Baubeginn des Birsfelder Kraftwerks dieses Jahr zur Tatsache wurde, hatte sich die Daseinsberechtigung des Vereins auf dem alten Platz bei der Birsfelder Fähre verwirkt. Der grosse Materialschopf wurde vom Kraftwerk Birsfelden käuflich übernommen. Das Material wurde deshalb im Bitterli-Hof untergebracht.
Die Depotverlegung und die nötigen Vorbereitungen wurden im Protokoll festgehalten:
"Was wir schon vor einigen Jahren erwartet haben, ist nun zur Tatsache geworden. Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, so kann festgestellt werden, dass in letzter Zeit grosse Veränderungen vorgenommen wurden, namentlich an unserem alten unvergessenen Depot und Ankerplatz. So ungern wir auch auf gewisse Verhandlungen eingetreten sind, die uns notgedrungen überbunden wurden, so blieb uns nichts anderes übrig, als in den sauern Apfel zu beissen und alle Vorbereitungen zu treffen um im rechten Moment gerüstet zu sein. Schon im Laufe des Sommers wurden verschiedene Besprechungen und Verhandlungen getroffen mit zuständigen Persönlichkeiten. Zu diesen Verhandlungen wurde eine Kommission gewählt aus 3 Ehrenmitgliedern die lautete: Altermatt Josef, Trösch Otto, Unternährer Adolf. Die Verhandlungen fanden statt im Depot sowie im Ingenieurbüro A. Aegerter + Dr. O. Bosshardt AG in Basel. Es konnte festgestellt werden, dass die Herren grosses Verständnis und Entgegenkommen zeigten, um unsere schwere Aufgabe zu lösen. Aber auch von unserer Seite aus wurde nichts unterlassen, damit wir zu unserem Recht kommen würden. So waren wir also genötigt, unsere Depots zu verlassen. Ich spreche allen Kameraden, die bei dieser Arbeit mitgeholfen haben, den besten Dank aus."
Im September wurde bereits mit dem Instandstellen des neuen Platzes, der von der Bauleitung des Kraftwerkes leider nur provisorisch zur Verfügung gestellt wurde, sowie mit der grossen Züglete begonnen. In 1684 Arbeitsstunden, ausgeführt von 49 Vereinskameraden, war die harte Arbeit glücklich unter Dach gebracht worden. Die Gebäude wurden also wieder aufgestellt und grüssten den Besucher auf der Höhe jenseits der badisch-schweizerischen Grenze.